Leistungsvoraussetzung für palliative Versorgung

Wann haben Sie Anspruch auf Leistungen des Palliativ-Care Team Fürth?

Versicherte haben Anspruch auf palliative Versorgung, wenn sie an einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung leiden, durch die ihre Lebenserwartung begrenzt ist und sie eine besonders aufwändige Versorgung benötigen.
Bei Kindern sind die Voraussetzungen auch bei einer länger prognostizierten Lebenserwartung erfüllt.

Das Palliativ-Care Team Fürth will den Lebenswert in der verbleibenden Zeitspanne stärken und bietet die Behandlung von Schmerzen und Problemen körperlicher, psychosozialer und spiritueller Art.

Sie haben einen Rechtsanspruch auf palliativmedizinische und palliativmedizinische Hilfe bei ausgeprägten

  • Schmerzen
  • neurologischen / psychiatrischen / psychischen Symptomatiken
  • respiratorischen / kardialen Symptomatiken
  • gastrointestinalen Symptomatiken
  • ulzerierenden / exulzerierenden Wunden oder Tumoren
  • urogenitalen Symptomatiken.

Jedoch auch bei:

  • ethischen Konflikten
  • sozial-rechtlichen Problemen
  • Unterstützungsbedarf des Bezugssystems
  • existentiellen Krisensituationen des Patienten

Die Leistungen werden stets nur nach Verordnung durch den Haus-/Facharzt in Zusammenarbeit mit ihm und den Pflegediensten erbracht.
Die Kosten trägt vollständig die gesetzliche Krankenkasse.

Auszug aus: Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Verordnung von spezialisierter ambulanter Palliativversorgung (Spezialisierte Ambulante Palliativversorgungs-Richtlinie / SAPV-RL) zuletzt vom 17. September 2020, veröffentlicht im Bundesanzeiger 2008, S. 911, in Kraft getreten am 1. Oktober 2020. Bitte schauen Sie weiter unter „Rechtlicher Anspruch“.

Ablauf

  1. Erstanfrage z. B. durch die Klinik, den niedergelassenen Arzt, Kostenträger, andere Patientendienste, Patient, Angehörige und/oder Bevollmächtigte
  2. Ausstellung einer SAPV-Verordnung z. B. durch Hausarzt, Klinik oder Palliativarzt zur Bewilligung durch die Krankenkasse; Feststellung des SAPV-Bedarfs: Was braucht der Patient? Beratung, Koordination,Teil- bzw. Vollversorgung?
  3. Kontaktaufnahme mit dem Patienten – Das Palliativ-Care Team Fürth bespricht mit dem Patienten bzw. den Angehörigen Art und Umfang der Leistungen.
  4. Beginn der Versorgung – Nach Bewilligung durch Kostenträger und nach Absprache mit dem Patienten bzw. den Angehörigen.

Beim ersten Kontakt mit dem Patienten bzw. den Angehörigen wird der individuelle Bedarf des Palliativpatienten und seines sozialen Umfelds festgestellt.
Der Bedarf, der sich im Verlauf der Erkrankung auch schnell ändern kann, bestimmt den Umfang der Leistungen bzw. die Versorgungsstufe.
In Absprache mit dem verordnenden Arzt erfolgt die Leistung des Teams in Form einer Beratung, Koordination, additiver Teilversorgung oder Vollversorgung.